Burn out

Thomas Beurich

Malerei&Grafik

26.10-04.12. 2007

Laudatio Alexander Neumann Dresden

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

es ist mir ein großes Vergnügen die Laudatio für eine so wunderbare Ausstellung von meinem Freund und Kollegen Thomas Beurich in der nicht minder wunderbaren Göltzschtalgalerie in Auerbach halten zu dürfen. Ich möchte sie herzlich bitten, mit mir gemeinsam eine Reise durch die Ausstellung  „Burn out“ zu unternehmen. Es wird eine Fahrt durch geistige Räume, urbares Niemandsland, durch hochfliegende Träume, mit Bauchlandungen, Kalküle und dem stetigen Drang des sich wieder Aufrichtens. Als der große Gelehrte und Archäologe des XVIII. Jahrhunderts Johann Joachim Winckelmann zum ersten Mal in seinem Leben die „Venus von Milo“ sah, war er so entzückt und gleichzeitig betroffen, daß er die Botschaft dieser Skulptur interpretierte mit den Worten: „Du mußt dein Leben ändern…“

In dieser Winkelmannschen Erkenntnis steckt das Wesen der Kunst.  Er sprach als erster aus, wie unverzichtbar Kunst für das Leben ist, ja die künstlerische Reflexion des Seins also Bestandteil des Lebens selbst ist. Kein Beiwerk zum Schmücken der Betuchten, keine launische Attitüde für Schwarzgeld. Kunst ist die stoffliche Entsprechung des großen geistigen Gegenüber unserer Welt. Sie ist die andere historische und ewig junge Seite unseres Seins. In der kürzlich in der Berliner Nationalgalerie gezeigten Ausstellung „Die schönsten Franzosen kommen aus New York“ konnte man sehen, welche Maler die Zeitzeugen ihres Jahrhunderts waren, eben nicht die Maler der Salons der feinen Leute, die hochgejubelten Akademiker. Es waren die van Gogh, der junge Monet, Redon, Millet, Renoir, Pissarro, Modigliani, Maler die Weltkunst schufen und zu ihrer Zeit den Eingang in die Gesellschaft nicht finden konnten… Es waren die Dreckfresser, die Armen, die bei der Frage nach Wurst und Käse oder Farbe und Leinwand sich für letzteres entschieden… Beurich entscheidet sich permanent für letzteres. Er ist die einsame Funkstation in Plauen, fernab eines ohnehin armseligen Kunstbetriebes in dieser Stadt, sendet er Signale. Unbeeindruckt von der Markttauglichkeit seiner Werke und unbemerkt von der so genannten Gesellschaft. Er ist Ästhet. Das Schöne aber nicht zuerst, weil eben, wie Brecht formulierte: „…das Wahre oft nicht schön ist, und das Schöne oft nicht wahr ist…“ sammelt Beurich wie ein Archäologe Fundstücke auf, um sie in seinem eigenen Fundus neu zu ordnen.  Er ist Zeitreisender. An den Schwachstellen taucht er auf, an den leeren Begriffen, den Worthülsen, der allgemeinen Verallgemeinerung, Gemeinheiten der Lug und Trug-Gesellschaft. Er setzt sich mit Themen auseinander die wir schlechthin als Mainstream  serviert bekommen. Er karikiert diesen Mainstream, den Gedankenstrom, jenen Fluss in dem Gedanken drohen wegzuschwimmen, wenn wir sie nicht beieinander haben… nettes Geplänkel, pussi pussi – Getue der Livestiler. Er beobachtet, interpretiert, malt. Er hat Humor. Bei ihm müssen keine Wunden geschlagen werden, Köpfe rollen. Das Blutvergießen findet nicht statt. Nicht in der halbierten Schneiderpuppe mit Hundeaufsatz. Oder wenn ein jemand sehr elegant, tänzerisch auf der makellosen  Auslegware seine Janusköpfigkeit zur Schau stellt.. Ein wenig Konfusion in der Gardine noch, illustrierte Leere, Gott laß diesen Tag vergehen, um schon am nächsten Tag die weiteren Anfälle einer mondänen Paranoia folgen zu lassen … Lassen Sie es mich so fragen: Was ist aus uns geworden – wo sind wir hingekommen?  Ein ganz gewöhnliches Martyrium – verdichtet im Rausch?

Thomas Beurich ist Poet, ein Erzähler von Bildgeschichten auch ein Dramatiker mit unheilvollen Bedrohlichkeiten- er ist ein Dichter. Ein Bilderdichter. Er fügt die Elemente seiner Bilder, Metaphern, Symbole, Fundstücke und  Allegorien nach einem poetischen Empfinden zusammen. Ein Laboratorium, eine Küche der Mixturen. Jongleur, Witzbold. Ein Bajazzo – aber kein Gaukler…  Sein Formempfinden ist auf Bögen gegründet, auf Rundungen bedacht. „Der Stil ist die Physiognomie des Geistes“ sagt Schopenhauer in seinem Aufsatz  über Schriftstellerei und Stil. Beurich ist ein Künstler bei dem die Balance zwischen dem persönlichen Sein, der Bildsprache und dem Gemüt in ausgewogenem Maße vorhanden ist. Zwar mögen diese Bilder in Ihrem Anspruch an den Betrachter schwerwiegend sein, sollten wir nicht dann die Prächtigkeit der Farbe und die Klarheit der Kompositionen wie Klassiker auf uns wirken lassen… Muß man die Vergleiche suchen? Muß man einen Künstler wie Thomas Beurich in diese Maschine werfen, die wie ein Räderwerk knirschend Namen der Kunstgeschichte zermalmt und dann jenes Konglomerat erzeugt, mit dem ach – ja oder ach- so!  Käme mir Magritte in den Sinn, oder Balthus oder Günther Richter der große Leipziger Maler. Müßte ein Giorgio de Chirico in Betracht gezogen werden, der große Italiener der klassischen Moderne?  Nein, meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist der Vorzug eines originären Stiles. Beurich hat ein Verfahren entwickelt, seine poetischen Intensionen zu bebildern bei dem die Fundstücke, ähnlich einer Reisebeschreibung, klar und unbestechlich ins Bild gefügt werden, um am Ende Auskunft zu geben – da bin ich auch gewesen.

Die frühen Jahre / Das Atelier

Thomas Beurich, der die Möglichkeit einer akademischen Ausbildung ausschlug und sich von jeher auf einen unbeirrbaren eigenen Weg der Stilfindung begab und sein künstlerisches Handwerk, sein Credo mit sich führte wie einen Gesellen der gleichsam heranwuchs wie er selbst. Dieser Reifeprozess ging über einige malerische Stationen ehe er, als ein solches Werk wie wir es heute sehen dürfen, gewachsen war. Wir waren damals in Plauen eine Reihe von Malern, Zeichnern , die sich in meinem Atelier in der Heinrichstraße 20 zum Zeichnen trafen,  einem herrlichen Mansardenatelier. Damals entstanden von Thomas Beurich eine ganze Reihe Selbstbildnisse meist mit verschränktem Arm über der Brust, die in erdfarben braun rot grün auch einen Teil der Tristesse widerspiegelten in der wir uns befanden – DDR Tristesse. as war 1983. Nach dieser Zeit wechselte T.B. vom Seltenmaler zum Vielmaler. Seine Anstellung im Kaufhaus als Dekorateur sollte enden, ein neuer Job musste her. Er bekam nach kurzer Zeit eine Anstellung im Theater Plauen als Theatermaler, ein Beruf für den man sich in der DDR eigentlich qualifizieren musste. Auffallend war schon damals, Beurich war und blieb bis zum heutigen Tag in seiner Kunst, seinem Kunstbetrieb, immer ein Einzelgänger. Das opulente Leben ist ihm fremd, auch im Atelier: karge Räume, eine klar auf die Arbeit konzentrierte Atmosphäre. Die Ungemütlichkeit seiner Arbeitsräume hat sich Thomas Beurich stets bewahrt. Da sitzt man nicht lang im Atelier herum, Besuch kommt selten. Hedonistisches Treiben im Weinrausch mit Kollegen und Freunden wird vom Atelier ferngehalten.

Das Werk

Das Werk von Thomas Beurich kann man in drei gänzlich voneinander verschiedene Gruppen einteilen. Die erste Gruppe sind die bereits schon erwähnten erdfarbenen Bilder in den Jahren zwischen 1983 – ca 1991. Die zweite Werkgruppe begann in den Jahren 1991/92 (T.B. hatte inzwischen eine eigene Werbeagentur eröffnet) In dieser zweiten Gruppe entstehen große dekorative Bilder mit teils starkfarbiger, monogromer Binnenfarbigkeit, dominierender Zeichnung und Zeichenhaftigkeit. Das Können von Thomas Beurich, sein Farb- und Stilempfinden, seine kompositorischen Fähigkeiten, der Bildbau, die Maß und Teilungsverhältnisse, kurz all das Handwerkliche sind darin vorzüglich zu sehen. Diese Bilder brachten erst spät Reputation ein, – als die Erfolge kamen, Ankäufe so unter anderem auch ein spektakulärer Ankauf der renommierten Sammlung Würth in Künzelsau, die 5 Gemälde und eine Skulptur für die Kunsthalle Schwäbisch Hall erwarb, war der Poet Thomas Beurich schon weiter geschwebt, sah plötzlich seine Welt größer geworden. sein Blick wurde präziser und die malerische Lust, der Bildertrieb wollte sich an Größerem versuchen. Was treibt einen Künstler um, inmitten einer erfolgreichen Phase, den Stil zu ändern, was war geschehen? In der Kunst ist der Wille nach Wahrhaftigkeit konkret, die Vorstellung von Gewinn abstrakt und die Planung von Erfolg absurd. Würde man auch nur eine dieser Konstanten ändern, käme dieses harmonische Gebilde ins Wanken und als erstes stürbe dann, die Wahrhaftigkeit! „Also“ sprach Thomas Beurich und fasste die Wirklichkeit ins Auge, nahm die Jacke vom Haken um aus der Beschaulichkeit des Erfolges mit offenen Augen auf die Suche zu gehen. Und plötzlich war da Stoff in Hülle und Fülle. Er sah das Malmen und das Schleichen der Maschine, die das Leben sein soll. Und was ist das Leben, eine poetische Oase in der nichts so ist wie es scheint – aber alles gut. Ist es die Feiermaschine der Selbstherrlichkeit oder die Kichermaschine, wer nicht lacht wird umgebracht. Aber wie, wie sind Bilder zu machen? In einer Gesellschaft,  in der zunehmenden Unverbindlichkeit einer Welt  in der die Unanständigen die Macht an sich gerissen haben, Heuchler, Lügner und Betrüger… Mit einem Paukenschlag begann 2001 die dritte Phase seines Werkes. Ein Paradigmenwechsel, da war der Entwurf für einen Brunnen, das geflügelte Herz, Zeichen der Liebe, nur wo ein Herz schlägt wächst auch Grünes, dies alles steht in Verbindung mit dem Fließen des Wassers, ein unendlicher Kreislauf, wie das Leben, der Fluss als Metapher. Hölderlin sagte: „hast du Herz und Verstand, so zeige nur eines von Beiden!“ Beurich hört auf solche Sätze nicht. Er ist keiner für die weisen Einflüsterungen. So ist er auch zum Bildhauer geworden, ein selbstverständlicher Schritt für Thomas Beurich,… Die Bildhauerei kommt früher oder später in die Malerateliers geschlichen, da kann man sich gar nicht wehren…. sagte Beurich damals den verwirrten Kollegen und Kunstfreunden! Eine zweite Skulptur entsteht im selben Jahr 2001 mit dem Titel: „wo waren wir geblieben…“ Eine 3m hohe Flachreliefskulptur mit Katze, auffallend der Dargestellte (ein Selbstbildnis) hat ein großes Herz, zu seinen Füßen tummelt sich die Katze. Katzen sind ein zentrales Lebensthema für Thomas Beurich.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Arthur Schopenhauer hat in seinem Werk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ von einer Kugel gesprochen, deren „Schimmelüberzug lebende und erkennende Wesen erzeugt hat“. Er hatte damit dieser, unserer Welt eine Prioritätenlosigkeit, bescheinigt. Er hat die menschliche Arroganz mit einem Satz ad absurdum geführt. Wir sind nunmehr umgeben von Dogmatikern die ihre Wertvorstellungen in Form von Vorrängen und Vorrechten anderen gegenüber formulieren. Die philosophischen Grundfragen und die Glaubensdinge sind im XX. Jahrhundert untergegangen. Eine strategisch-ökopolitische Welt ist übrig geblieben, in der die neuen Prioritäten sich vom Menschlichen entfernt haben. In dem Gemälde

Ankunft 

zeigt uns Beurich den Endzeitraum. An diesem Strand wäre Caspar David Friedrich sicherlich verzweifelt. In seinen Bildern ging ja Gott sei dank bloß die Sonne unter, um in ebenso verklärter Weise am nächsten Morgen wieder aufzugehen. Bei Beurich geht die Sonne nicht unter sondern die Welt… – ein Strandmotiv mit Packeis oder sind es Gletscher, speit uns die letzten Relikte der vergangenen Zivilisation entgegen, kitschige Madonnen, Ikonen ohne Wert. Endlager für Götzen – zwei antike Gestalten, Herakles ringend mit Satyr oder vielleicht auch tanzend – In der linken unteren Bildseite ein Mädchen holt die Netze ein, was mag sich darin wohl befinden die letzten Wünsche aller Seelen – so wie in der unendlichen Geschichte von Michael Ende – als die Welt zerbrach – als die Fantasie zerbrach – als die Erinnerungen starben. So fallen mir zwei wesentliche Zustände auf in die seine Bilder versetzt werden: Glühen und Zerfrorenheit.

Aufschwung

In dem kleinen quadratischen Gemälde „Aufschwung“ hat Beurich so richtig seinem Affen Zucker gegeben. Allein das Wort sei für den gesellschaftlichen Prozess den wir derzeit erleben schon Hohn und Spott allein, für denkende und fühlende Menschen eine Beleidigung, man könnte meinen, ein Blick in die Gesichter der Getäuschten, Verspotteten, vorgeführten Menschen müsste genügen, um das Ausmaß der Staatsdemagogie in Deutschland zu verifizieren. Jedoch genau um diesen Begriff ist es dem Maler zu tun. Er versetzt uns in ein gerichtsartiges Gebäude, vielleicht auch ein Theater aus der Gründerzeit mit schweren Säulen und opulenten Reihen von Palustern, in das jugendstilartige Elemente eingehangen sind. Von der imaginären Decke des Gebäudes schwebt auf einem Trapez die Akrobatin. Ein schicker Mann, vom Typ Jungunternehmer, im tadellos sitzenden Armani-Anzug präsentiert uns die Fußgröße der Protagonistin, sein Blick verrät zweifelsfrei für ein Leben auf großem Fuße scheint das Starlet nicht geeignet. Jedoch die ins Bild gerückte Hostess wird viel verrichten, ihr Bericht in das Bundeskanzleramt wird positiv ausfallen, sie wird von Zuwachsraten und „Jugend forscht“ babbeln. Sie wird diese eigens für die Jugend erfundene Pisa-Studie schön zu reden wissen. Einziger Realist im Bilde scheint der schweineartige Hund zu sein, der messerscharf erkennt, da wo die Mächtigen feiern fällt auch ein Happen für die Kleinen vom Tisch…

Burn out

Dieses, auch der Ausstellung Titel gebende Bild, in dem Beurich mit dem Wortbegriff erneut spielt, denn das „outburnen“ kommt ursprünglich aus der Motorrockerszene  wobei hier das durch hohe Drehzahlen systematische Abbrennen des Hinterreifens gemeint ist. Dieser Begriff ist längst in die Semantik der Psychologen eingezogen und meint dort die seelische Leere in der mittleren Lebenskrise. Wo der Psychologe praktiziert, ist meist auch das Sofa von Siegmund Freud nicht weit. Doch was macht der Raumfahrer im Bilde, ist das unser Siegmund Jähn, der erste Deutsche im All? Symmetrisch zu ihm auf der rechten unteren Bildseite die Babuschka? Die man öffnen kann um eine weitere, kleinere zu entnehmen – und dies solange bis sie winzig ist. Verringerung von Humankapital auf Rentengröße oder Harz IV – Bezüge. Man muss nicht Renten erhöhen, Menschenschrumpfung ist das Gebot der Stunde! Kommen wir zur Couch. Hier haben sich auf ornamental gut wirkende Weise zwei Damen eingefunden, die nunmehr Rücken an Rücken, oder ist eine, die ihr Alterego im Rücken verspürt, ihr zweites Wesen als symmetrische Variante zu sich selbst empfindet…? Bei der Deutung dieser Bildformel kann ich mich nicht festlegen… Jedoch im Kontext zur Endzeitstimmung die auch in diesem Bild herrscht, ein rostiger, schmutziger Raum, in dem allein schon die Nacktheit der Figuren Beklommenheit erzeugt, ahne ich nichts Gutes. So gibt Beurich auch unlösbare Geheimnisse in seine Bildwelten hinein, die nicht durch die ikonografische Lesbarkeit allegorisch zu deuten sind, sondern allein durch ihre emotionalen Wirkungen, Stimmungen beim Betrachter auslösen. Als letztes Bildbeispiel möchte ich Ihnen das Gemälde

Zeitstille Zone

Nahe bringen. Dieses duftige und entzückende Bild entführt uns in den fernen Osten. Auf der rechten unteren Bildkante steht eine Geisha in festlichem Gewand. Ihr ernster Blick ist über den Kopf des Betrachters hinaus gerichtet, so als sehe sie etwas, was wir nicht sehen. Neben Ihr, links steht ein Gefäß, eine Vase vielleicht ein Vorratsgefäß. In der östlichen Welt sind Gefäße von hohem Wert und Ansehen, sie symbolisieren das Bewahren, bedeuten das Beständige. Der Bildhorizont ist einer Bühne ähnlich, man könnte meinen die Szene findet im Theater statt. Denn unmittelbar hinter dem Geschehen sind zwei beleuchtete Neonröhren zu sehen, deren untere, mit einem durchscheinenden Flor umhüllt zu sein scheint. Die Diagonalform dieses Bildelementes verleiht der Komposition dennoch eine Stabilität, obgleich das Gebilde sehr fragil erscheint. Diese Schwebezustand wird dem Betrachter weiterhin suggeriert durch die Zufälligkeit der Drähte, die beide Leuchtkörper miteinander verbinden. Die Zeitstille, ja das Ausblenden von Kausalitäten, die anderen Bildern Beurichs eigentümlich sind verleihen diesem Bild eine fernöstlich Würde und Anmut. Verlängert man die Richtungen der Leuchtröhren und der großen Gewandfalten bis zu einem Schnittpunkt, der ca. 20 cm neben der rechten oberen Bildecke liegt, kann man das Kompositionsprinzip dieses Bildes nachvollziehen. Man kann sehen, wie Beurich in einer scheinbaren Zufälligkeit die Bildordnung organisiert hat. Diese Hauptrichtungen die aus dem Bilde heraus weisen, sind die Zeiger der Zeitstille, den sie weisen nach Osten, hin zu jenem Punkt wo der Morgenstern steht und zu unser aller Freude den Morgen ankündigt und Licht bringen wird…

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!