Ausstellung und Buchpremiere

UNIVERSALIEN Agonie des gegenwärtigen Augenblicks

23.04. – 28.05.2010

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Laudatio Alexander Neumann Dresden

Meine sehr verehrten Damen und Herren, 

es ist mir ein großes Vergnügen und auch eine Ehre, als Freund und Kollege von Thomas Beurich, Sie anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Keine Priorität“ Malerei & Grafik in der Galerie Forum K, herzlich willkommen zu heißen und einige einführende Worte zu Werk und Person von Thomas Beurich zu sagen.

Ich möchte vermeiden, daß Missverständnisse entstehen, sollte ihnen also eine These fremd erscheinen, unterbrechen Sie mich bitte gleich, ich werde darauf eingehen. Es geschieht nicht selten, daß sich Vorträge mit Begriffen anhäufen, mit denen keiner was anfangen kann, die schön klingen, aber unter dem Mantel den Dolch tragen oder die Leere. Ein Wort aus dem Sprachapparat sei mir allerdings gestattet, es ist der bekannte Begriff Mainstream – der Gedankenstrom, der Fluss in dem Gedanken drohen wegzuschwimmen, wenn wir sie nicht beieinander haben..So gestatten Sie mir, diesen Vortrag wie eine Gedankenreise aufzubauen. Ich sehe hier eine Malerei, die von diesem, unser aller gesellschaftlichen Dilemma berichtet, etwas was wir uns oft nicht erklären können, ja selbst die Formulierung fällt schwer: Lassen Sie es mich so sagen: Was ist aus uns geworden – wo sind wir hingekommen?  Ein ganz gewöhnliches Martyrium – verdichtet im Bilderrausch. Thomas Beurich läßt sie uns, die Idylle. Da müssen keine Wunden geschlagen werden, Köpfe rollen. Das Blutvergießen findet nicht statt. Nicht in der halbierten Schneiderpuppe mit Hundeaufsatz. Oder wenn wir sehr elegant, tänzerisch auf der makellosen  Auslegware unsere Janusköpfigkeit zur Schau stellen.. Ein wenig Konfusion in der Gardine noch, illustrierte Leere, Gott laß diesen Tag vergehen um in einem nächsten Tag die Anfälle einer mondänen Paranoia folgen zu lassen – das ist die Normalität.

Thomas Beurich ist ganz und gar ein Poet, ein Erzähler von Bildgeschichten auch ein Dramatiker mit unheilvollen Bedrohlichkeiten- er ist ein Dichter. Ein Bilderdichter. Er fügt die Elemente seiner Bilder, Metaphern, Symbole, Fundstücke und  Allegorien nach einem poetischen Empfinden zusammen. Ein Laboratorium, eine Küche der Gerüche. Jongleur, Witzbold. Ein Bajazzo – aber kein Gaukler…Sein Formempfinden ist auf Bögen gegründet, auf Rundungen bedacht. „Der Stil ist die Physiognomie des Geistes“ sagt Schopenhauer in seinem Aufsatz  über Schriftstellerei und Stil. Beurich ist ein Künstler bei dem die Balance zwischen dem persönlichen Sein, der Bildsprache und dem Gemüt in ausgewogenem Maße vorhanden ist. Zwar mögen diese Bilder in Ihrem Anspruch an den Betrachter schwerwiegend sein, sollten wir nicht dann die Prächtigkeit der Farbe und die Klarheit der Kompositionen wie Klassiker auf uns wirken lassen…

Muß man die Vergleiche suchen? Muß man einen Künstler wie Thomas Beurich in diese Maschine werfen, die wie ein Räderwerk knirschend Namen der Kunstgeschichte zermalmt und dann jenes Konglomerat erzeugt, mit dem ach – ja oder ach- so!

Käme mir Magritte in den Sinn, oder Balthus oder Günther Richter der große Leipziger Maler. Müßte ein Giorgio de Chirico in Betracht gezogen werden, der große Italiener der klassischen Moderne? Nein, meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist der Vorzug eines originären Stiles. Beurich hat ein Verfahren entwickelt, seine poetischen Intensionen zu bebildern bei dem die Fundstücken, ähnlich einer Reisebeschreibung, klar und unbestechlich ins Bild gefügt werden, um am Ende Auskunft zu geben – da bin ich auch gewesen.Was haben wir früher diskutiert über: gibt es eine politische Kunst oder nicht? Eine Frage die selbstverständlich ungeachtet unseres Nachdenkens und spätestens mit Picasso und dem 20. Jahrhundert gegenstandslos war. Ohne das wir über Delacroix oder Goya gesprochen haben. Ohne dass wir überhaupt über große Malerei dieser Welt ein Wort verloren haben. Kurz gesagt, je größer ein Werk ist, umso mächtiger ist es auch, unabhängig der Billigung, der freundlichen Duldung, die einer feindlichen Übernahme gleicht, wenn z.B. Politiker Laudatoren werden. Schleimisch-freundlich, unverbindlich. Die Frage jedoch bleibt uns noch erhalten.

Die frühen Jahre / Das Atelier

Thomas Beurich ist ein Künstler, der die Möglichkeit einer akademischen Ausbildung ausschlug und sich von jeher auf einen unbeirrbaren eigenen Weg der Stilfindung begab und sein künstlerisches Handwerk, sein Credo mit sich führte wie einen Gesellen der gleichsam heranwuchs wie er selbst. Dieser Reifeprozess ging über einige malerische Stationen ehe er, als ein solches Werk wie wir es heute sehen dürfen, gewachsen war. Wir waren damals in Plauen eine Reihe von Malern, Zeichnern , die sich in meinem Atelier in der Heinrichstraße 20 zum Zeichnen trafen,  einem herrlichen Mansardenatelier. Damals entstanden auch Bilder, bei Thomas Beurich eine ganze Reihe Selbstbildnisse meist mit verschränktem Arm über der Brust, die in erdfarben braun rot grün auch einen Teil der Tristesse widerspiegelten in der wir uns befanden – DDR Tristesse. Das war 1983. Nach dieser Zeit wechselte T.B. vom Seltenmaler zum Vielmaler. Seine Anstellung im Kaufhaus als Dekorateur sollte enden, ein neuer Job musste her. Er bekam nach kurzer Zeit eine Anstellung im Theater als Maler, ein Beruf für den man sich in der DDR eigentlich qualifizieren musste. Auffallend war schon damals, Beurich war und blieb bis zum heutigen Tag in seiner Kunst, seinem Kunstbetrieb, immer ein Einzelgänger. Das opulente Leben ist ihm fremd, auch im Atelier: karge Räume, eine klar auf die Arbeit konzentrierte Atmosphäre. Die Ungemütlichkeit seiner Arbeitsräume hat sich Thomas Beurich stets bewahrt. Da sitzt man nicht lang im Atelier herum, Besuch kommt selten. Hedonistisches Treiben im Weinrausch mit Kollegen und Freunden wird vom Atelier ferngehalten.

Das Werk

Das Werk von Thomas Beurich kann man in drei gänzlich voneinander verschiedene Gruppen einteilen. Die erste Gruppe sind die bereits schon erwähnten erdfarbenen Bilder in den Jahren zwischen 1983 – ca 1991. Die zweite Werkgruppe begann in den Jahren 1991/92 (T.B. hatte inzwischen eine eigene Werbeagentur eröffnet, die den Broterwerb sichert) In dieser zweiten Gruppe entstehen große dekorative Bilder mit teils starkfarbiger, monogromer Binnenfarbigkeit, dominierender Zeichnung und Zeichenhaftigkeit. Diese Bilder näherten sich dem Publikum in genau jener Weise an, wie sie sich von einer politisch moralischen und damit geistigen Auseinandersetzung entfernten.War da manches an Wiederholungen eingeschlichen, heimlich, unmerklich?  Zumindest wären diese Bilder schwerer geeignet der Frage nachzugehen, die noch immer im Raum steht. Das Können von Thomas Beurich, sein Farb- und Stilempfinden, seine kompositorischen Fähigkeiten, der Bildbau, die Maß und Teilungsverhältnisse, kurz all das handwerkliche sind darin vorzüglich zu sehen. Diese Bilder brachten erst spät Reputation ein, – als die Erfolge kamen, Ankäufe so unter anderem auch ein spektakulärer Ankauf der renommierten Sammlung Würth in Künzelsau, die 5 Gemälde und eine Skulptur für die Kunsthalle Schwäbisch Hall erwarb, war der Poet Thomas Beurich schon weiter geschwebt, sah plötzlich seine Welt größer geworden. Der Blick wurde genauer und die malerische Lust, der Bildertrieb wollte sich an Größerem versuchen.

Was treibt einen Künstler um, inmitten einer erfolgreichen Phase, den Stil zu ändern, was ist geschehen?

In der Kunst ist der Wille nach Wahrhaftigkeit konkret, die Vorstellung von Gewinn abstrakt und die Planung von Erfolg absurd. Würde man auch nur eine dieser Konstanten ändern, käme dieses harmonische Gebilde ins Wanken und als erstes stürbe dann, die Wahrhaftigkeit! „Also“ sprach Thomas Beurich und fasste die Wirklichkeit ins Auge, nahm die Jacke vom Haken um aus der Beschaulichkeit des Erfolges mit offenen Augen auf die Suche zu gehen. Und plötzlich war da Stoff in Hülle und Fülle. Er sah das Malmen und das Schleichen der Maschine, die das Leben sein soll. Und was ist das Leben, eine poetische Oase in der nichts so ist wie es scheint – aber alles gut. Ist es die Feiermaschine der Selbstherrlichkeit oder die Kichermaschine, wer nicht lacht wird umgebracht. Aber wie, wie sind Bilder zu machen?

In einer Gesellschaft der Hohlheit,  in der zunehmenden Unverbindlichkeit einer Welt  in der die Unanständigen die Macht an sich gerissen haben, Heuchler, Lügner und Betrüger…

Plötzlich bin ich ja schon wieder bei der oben genannten Frage nach einer politischen Kunst.

Mit einem Paukenschlag begann 2001 die dritte Phase seines Werkes. Ein Paradigmenwechsel, da war der Entwurf für einen Brunnen, das geflügelte Herz, Zeichen der Liebe, nur wo ein Herz schlägt wächst auch Grünes, dies alles steht in Verbindung mit dem Fließen des Wassers, ein unendlicher Kreislauf, wie das Leben, der Fluss als Metapher. Hölderlin sagte: „hast du Herz und Verstand, so zeige nur eines von Beiden!“ Beurich hört auf solche Sätze nicht. Er ist keiner für die weisen Einflüsterungen, keiner fürs Kalkül. So ist er auch zum Bildhauer geworden, ein selbstverständlicher Schritt für Thomas Beurich,… Die Bildhauerei kommt früher oder später in die Malerateliers geschlichen, da kann man sich gar nicht wehren…. sagte Beurich damals den verwirrten Kollegen und Kunstfreunden!

Eine zweite Skulptur entsteht im selben Jahr 2001 mit dem Titel: „wo waren wir geblieben…“ Eine 3m hohe Flachreliefskulptur mit Katze, auffallend der Dargestellte (ein Selbstbildnis) hat ein großes Herz, zu seinen Füßen tummelt sich die Katze. Katzen sind ein zentrales Lebensthema für Thomas Beurich.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, Arthur Schopenhauer hat in seinem Werk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ von einer Kugel gesprochen, deren „Schimmelüberzug lebende und erkennende Wesen erzeugt hat“. Er hatte damit dieser, unserer Welt eine Prioritätenlosigkeit, bescheinigt. Er hat die menschliche Arroganz mit einem Satz ad absurdum geführt. Wir sind nunmehr umgeben von Dogmatikern die ihre Wertvorstellungen in Form von Vorrängen und Vorrechten anderen gegenüber formulieren. Die philosophischen Grundfragen und die Glaubensdinge sind im XX. Jahrhundert untergegangen. Eine strategisch-ökopolitische Welt ist übrig geblieben, in der die neuen Prioritäten sich vom Menschlichen entfernt haben. In dem Gemälde

Ankunft zeigt uns Beurich den Endzeitraum

An diesem Strand wäre Caspar David Friedrich sicherlich verzweifelt. In seinen Bildern ging ja Gott sei dank bloß die Sonne unter, um in ebenso verklärter Weise am nächsten Morgen wieder aufzugehen. Bei Beurich geht die Sonne nicht unter sondern die Welt… – ein Strandmotiv mit Packeis oder sind es Gletscher, speit uns die letzten Relikte einer längst vergangenen Zivilisation entgegen, kitschige Madonnen, Ikonen ohne Wert. Endlager für Götzen – zwei antike Gestalten, Herakles ringend mit Satyr oder vielleicht auch tanzend – In der linken unteren Bildseite ein Mädchen holt die Netze ein, was mag sich darin wohl befinden die letzten Wünsche all der untergegangenen Seelen – so wie in der unendlichen Geschichte von Michael Ende – als die Welt zerbrach – als die Fantasie zerbrach – als die Erinnerungen starben.

So fallen mir zwei wesentliche Zustände auf in die seine Bilder versetzt werden: Glühen und Zerfrorenheit

Hochzeit im Mai

Wie mag mir dieser Titel erscheinen, im Angesicht des Bildes, im Angesicht der überbordenden Grausamkeiten. In der linken unteren Bildseite schreibt eine gleichgültige unterkühlte Frau im heiratsfähigen Alter endlose Zahlenkolonnen auf einer Schreibmaschine, Gewinne? Schaut hinüber zum aalglatten Karrieristen dessen prüfender Blick der Krawatte gilt – ihr makelloser Zustand mag neben den gegeelten Haaren und dem sonstigen Zubehör einer modernen Leistungsfähigkeit mitentscheidend sein für den Aufstieg in diese, unsere Gesellschaft, deren Untergang nicht einmal Abendröte produziert. Die Bildmitte bringt uns nun endlich die Meisterschale – die man vielleicht bekommt wenn Frau sein  Fleisch präsentiert. Diese filmische Sequenz im Bild, auf einer Projektionsleinwand – erinnert sie nicht an die schöne Zeit als die internationalen Fußball-Armeen in Elfergruppen bei Freunden zu Gast waren.. Nahezu allen Bildern von Thomas Beurich, ist die simultane Begegnung von Zeitabläufen, Räumen und Geschehnissen eigentümlich. Ein Montageprinzip, wobei Beurich wie ein Regisseur arbeitet. Er dirigiert von einem erhöhten Platz aus und organisiert die zentrale Perspektive. Manche wenige Bilder verlassen dieses Prinzip, so möchte ich Ihnen das Gemälde

Augenscheinlich Nahe bringen.

Die zur Lächerlichkeit gesteigerte Bayernmoral, auf großem Stuhle stehend, hält ihn hoch den Ludwig II, den letzten großen Monarchen, neben Beckenbauer und Stoiber, der das vaterländische Sein in jede Hütte zu tragen vermochte. Die mirsanmir-Fraktion hat den Knaben mitgebracht, denn da oben, (wo ja auch Gott ein Stück näher und unserem Benedikt) ist man fern von der moralischen Entgleisung, fern der Straße, in der sich augenscheinlich ein Engel abseits aller katholischer Ikonographie musizierend auf Missionstour begibt. Die Lederhosen und der Gamsbarthut, die Trachtenjacken aus Loden und die Kniebundsocken sind ein wirksamer Schutz gegen die erotischen Attacken – die Wunderwaffe der Alpenmoralisten – ein kräftiger Jodler im Angesicht des Vollmondes, musste bei diesem paramilitärischen Einsatz nicht angewendet werden – so jedenfalls stand es jüngst in der Chronik des Trachten- und Heimatvereins. Dieses wunderbare Gemälde ist in seinem beißenden Spott, auf Vereinsmeierei und altruistische Moralpredigt ein Kabinettstück in der Ausstellung. Sollte nicht hier und an dieser Stelle die aktuelle Frage gestattet sein:

„Vogtländer wollt ihr Bayern werden“?

Meine sehr verehrten Damen und Herren, zum Abschluss möchte ich Ihnen das Gemälde:

Stadt der Spitze vorstellen.Beurich zeigt in diesem Bild nahezu visionär die Prioritäten der Stadt Plauen. Als dieses Bild entstand, gab es die politischen Zuspitzungen zwischen der Landeshauptstadt Dresden und Plauen noch nicht. Es sind die Spitze die am Ende glauben das Rennen zu machen. Aber das Volk muß auch antreten. In der Pose der sportlichen Leibesübungen der 30’er Jahre zeigen die Männer Flagge. Ja man muss schon Einsatz bringen, man bekommt nichts geschenkt und wer sich in diesem fröhlichen Opportunismus bewährt hat, darf später mit dem Pöstchen rechnen. Da sind noch die schönen Prinzessinnen – Schönheit ist keine Schande die darf man zeigen. Oder gehen wir am Ende alle baden, ein Teil der Stadt ist schon Schwimmbad geworden… Und der Dunkelhut auf dem Dach, mit wem spricht er… wo schaut er hin, nach Sachsen nach Bayern… jedenfalls nicht in die Richtung des Fliehenden Adlers, dem sein Platz auf dem Turm nicht mehr sicher scheint…

Im rechten mittleren Teil des Bildes schaut ein Esel auf die Straße, er ist der Botschafter der neuen Kultur, die von Gleichschaltung und Selbstzensur lebt, lassen wir Ihn schauen, wer Geduld hat,verweilt dort, vielleicht ist es ja der Goldesel, der eines Tages goldene Taler spucken wird, bewegt euch nur nicht es könnte jeden Tag geschehen Bürger hört auf mein Kommando: nehmt dieses wunderbare Bild,hängt es in eure Amtsstuben. wo der Schimmel wiehert, vielleicht läuft er ja auch auf und davon!

Die Deutung / Antwort

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich komme nun zum Ende dieser Festrede, wie sie hörten, versuchte ich mich bei der Deutung der Gemälde von Thomas Beurich, an die Poesie zu halten, das heißt die im Bild enthaltenen Elemente und der Klang, lösen eigene Geschichten aus, die sich fortspinnen. Wenn auch Sie dieses Prinzip anzuwenden bereit sind, sich einlassen dann werden sie auch mit Geschichten belohnt. Thomas Beurich, hat mir keine Deutungshinweise gegeben, er hat mich alleingelassen mit seinen Bildern, das war gut so, denn gerade darin besteht ja die Schule des Sehens, des Betrachtens… Denn plötzlich nach einer gewissen Zeit begannen sie zu sprechen, nicht zwingend ihre Geschichte, sondern eine – vielleicht auch meine eigene, im Bayernbild wiederum Eure… Es ist gut, denke ich, den eigenen Augen zu trauen, es ist auch gut sich einen eigenen Reim zu machen. Treten Sie also ein, in die fabelhafte Welt des Thomas Beurich, ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit dieser Ausstellung und meinem Freund den besten Erfolg!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit, die Ausstellung ist eröffnet!