Ist das Sprechen über die Sprache nicht schon Poesie, ist romantische Ironie und poetische Gerechtigkeit nicht schon die Antwort auf unsere erlittenen kosmischen Kränkungen? Diese Frage stellt sich uns nicht! Nach unserer Auffassung ist die „Babylonische Sprachverwirrung“ der Augenblick, da in Folge der Abwesenheit eines Zentrums oder eines Ursprungs alles zum Diskurs, bzw. zum System wird, in dem das zentrale, originäre oder transzendentale Signifikat niemals absolut, ausserhalb eines Systems von Differenzen präsent ist. (siehe Heideggers Geschlecht II) Die Abwesenheit eines transzendentalen Signifikat erweitert das Feld und das Spiel der Bezeichnungen ins Unendliche.

Folgerichtig huldigen wir heute Abend jener abartigen Form des experimentell-dekadent- dadaistischen- Existentialismus dessen Geburtsstunde jener 11. September in die Welt und in unsere Herzen frass, eine (als ob) das Leben feiernde Spielart nihilistischer Alleinerpel, zelebriert von einer zu Trümmertransit und Alkoholismus neigenden Beatnik- Transe und einem nichtenden delirierenden Dandy, inmitten einer Welt, in dem das Ich immer mehr zur Chimäre wird und nur der lyrische Ego über die psychosomatische Endleere unserer Existenz hinaus verweist. Unter dem Deckmantel der idiomatisierten Redewendung „Die Sage ist die Ziege“, dekonstruieren wir die Performanz der Sprache und überlassen sie, dem Spiel mit sich selbst.

Also erregt euch, scheitelt euch schöner, gebt euch dem närrischen Schein der Sprache hin, freut euch auf den Filz in der Brandung, auf ein komatöses Spektakel der äussersten entarteten Art und folgt immer dem Eichhorn der Halluzination. Bringt eure „Göttlichen Krücken“ mit und lasst wild eure Hodensäcke entflammen, bis Gras darüber gewachsen ist, oder auch nicht.

„Mein Ich, – ein zerissenes Mehr“

 

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Im Atelier THOMAS BEURICH

Oberer Graben 19

08527 PLAUEN