Das Bild des Plauener Malers Thomas Beurich „Die Zelle“ wurde bereits bekannt und machte heftige Schlagzeilen als die Farbe auf der Leinwand noch nicht trocken war.

Bürger der Stadt Zwickau, in der die Mörder und Helfer der Terrorzelle Unterschlupf gefunden hatten, unternahmen es, ein Zeichen des Gedenkens an die Opfer zu setzen und gaben dieses Kunstwerk bei dem Maler Thomas Beurich in Auftrag, um es später ihrer Stadt zu schenken. In unangemessener und anmaßender Weise als „hässlich“ und „Blödsinn“ bezeichnet, wurde dieses Geschenk jedoch von der Bürgermeisterin der Stadt Zwickau zurückgewiesen. Darüber berichteten MDR, FAKT-ARD, BILD, FREIE PRESSE, die Nachrichten-Agentur dapd und viele andere.

Der Dresdner Maler und Autor Alexander Neumann schrieb zu diesem Vorgang: „Ich bin erstaunt, dass wir immer noch mit Zensur konfrontiert werden, die an DDR-Kultur-Politik erinnert“ und wies darauf hin, dass in diesem Fall eine politisch gewählte Amtsperson und Funktionärin sich öffentlich in eine Gutachter-Rolle begab und selbstherrlich als Sachverständige für Kunst aufgetreten ist.

Es handelt sich bei dem Bild deutschlandweit um eine erste künstlerisch-bildnerische Äußerung zu diesem Themenkreis überhaupt: „Die Zwickauer Terrorzelle und Ihre Opfer“.

Der Schriftsteller Utz Rachowski sprach von einer „bisher singulären, wegweisenden und äußerst gelungenen künstlerischen Annahme des gesamten Themen-Komplexes“ und von „einem Glücksfall, dass dies ausging von einem Künstler aus Sachsen“. Die Regisseurin und Filmemacherin Freya Klier bezeichnete das Bild und die darin angewandten malerischen Mittel als „gut und inhaltlich plausibel“. Der bekannte Autor und Leiter der Behörde des Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow, sieht das Bild weitab vom oftmals funktionalistischen „Antifa-Müll“.

Die Gesamtfläche des großformatigen Bildwerkes, das aus zwei Teilen mit einer übergreifenden plastischen Fläche im Zentrum besteht, wird gebildet aus der Höhe von 2,20 Metern und einer Breite von 3,40 Metern. Das Bild ist in einer Mischtechnik auf Leinwand gefertigt und entstand im Zeitraum Juli bis Dezember des Jahres 2012.

AUSSTELLUNG

GALERIE FORUM K • BAHNHOFSTR. 36 • 08523 PLAUEN

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: 25.01.2013 • 19.30 UHR

Die Laudatio hält der Dresdner Maler und Grafiker Alexander Neumann.

 AUSTELLUNGSDAUER: 26.01. BIS 10.02.2013